"Medienkompetenz macht Schule" - 10-Punkte-Programm

Unterrichtsqualität in allen Schulformen mit neuen medialen Lerninhalten und -methoden weiter verbessern

E-Learning, Information, Kommunikation und gemeinsames Lernen im Internet haben in allen Fächern eine stärkere Rolle eingenommen. Von den Projektschulen wurden fachübergreifende Konzepte zur systematischen individuellen Medienkompetenzförderung und Lernszenarien für ein schülerzentriertes, selbstgesteuertes und individuelles (Online-)Lernen entwickelt.

Die Bereitstellung hochwertiger Bildungssoftware und die Schulung von Lehrkräften, insbesondere im Einsatz von interaktiven Präsentationseinheiten im Unterricht, sind zum festen Bestandteil einer zeitgemäßen Unterrichtsgestaltung geworden. Dies soll, orientiert an den weiteren Entwicklungen digitaler Medien, in den kommenden Jahren fortgeführt und weiterentwickelt werden.

Lehrerfort- und -weiterbildung als Motor schulischer Entwicklung einsetzen

Fortbildungsinhalte werden unter Berücksichtigung der medialen Entwicklungen ständig weiterentwickelt. Ziel ist es, die methodisch-didaktische Kompetenz von Lehrkräften zu stärken, insbesondere im Hinblick auf Individualisierung, Differenzierung und Förderung mit Medien.

Im Pädagogischen Landesinstitut wurde eine Beratergruppe "Lernen mit Medien" aufgebaut, die den Schulen den Service einer individuellen Beratung sowie regionale schulinterne Fortbildungen anbietet.

Ergänzend zum Handbuch "Schule.Medien.Recht" werden Fortbildungsveranstaltungen zum Thema "Recht" für Schulleitungen, Datenschutzbeauftragte und Jugendmedienschutzberaterinnen und -berater angeboten.

Medienkomp@ss etablieren

Schülerinnen und Schülern wird der freiwillige Erwerb eines "medienkomp@ss.rlp" – als Zusatzqualifikation zum schulischen Zeugnis – angeboten, indem sie die Möglichkeit erhalten, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse im Bereich Medienkompetenz zu entwickeln, sie Schritt für Schritt auszubauen und sie auf der Grundlage verbindlicher Standards nachzuweisen.

Medienkompetenz an Grundschulen ausbauen

Zie des im Jahre 2010 gestarteten Landesmodellversuchs "DIMIG – digitale Medien in der Grundschule" war es, mediengestützte Lehr- und Lernprozesse als Teil der Qualitätsentwicklung in den rheinland-pfälzischen Grundschulen in das Bewusstsein der Lehrkräfte, der Grundschulkinder und auch deren Eltern zu rücken. Die Ergebnisse und entwickelten Module werden zunächst überregionale DIMIG-Trainerinnen und Trainer (Lehrkräfte) in Arbeitskreisen in die Fläche getragen. Die Ergebnisse dieser Arbeit flossen in den MedienKomp@ass ein.

Jugendmedienschutz und Datenschutz als Bildungsaufgabe implementieren

Kinder und Jugendliche sind zunehmend Gefährdungen durch problematische Inhalte wie Pornografie, Rassismus und Gewalt im Internet und auf Handys  ausgesetzt. Diesen Entwicklungen wird mit einer differenzierten, präventiven Strategie begegnet.

Eltern weiter intensiv einbinden

Das 10-Punkte-Programm der Landesregierung "Medienkompetenz macht Schule"  unterstützt sowohl die Schulen z. B. mit umfangreicher Information und Beratung durch Landesmoderatoren und schulische Jugendmedienschutzberaterinnen und Berater als auch die Eltern und Erziehungsberechtigten. Diese sollen über die Veränderungen der Lehr- und Lernprozesse und die Möglichkeiten, wie sie zur Förderung der Medienkompetenz beitragen können, umfassend informiert und an diesen Prozessen aktiv beteiligt werden. In diesem Rahmen werden Elternabende oder -nachmittage zur Information und Fortbildung zu festgelegten Themen unterstützt.

Ausbau der schulischen Infrastruktur forcieren

Zwischenzeitlich konnten 503 Schulen mit Notebookwagen, einem umfangreichen Softwarepaket, dem Standardnetzwerk "Modulares Netzwerk für Schulen" (MNS+) und weiterer Hardware ausgestattet werden.

In den kommenden Jahren sollen noch nicht ausgestattete weiterführenden Schulen mit technischer Infrastruktur versorgt und neue Entwicklungen (Tablet-PCs, WLAN-Infrastruktur, Nutzung schulischer Cloud-Webservices) erprobt werden.

Umfassende Informationen und Bildungsmedien bereitstellen

Mit dem Bildungsserver Rheinland-Pfalz steht ein etabliertes Informationsportal für die Schulen zur Verfügung. Lern-, Fortbildungsplattformen (blended learning), didaktische Konzepte und Unterrichtsmaterialien sowie medientechnische Informationen und Medien ("Medien-On-Demand") werden bereitgestellt und in einem Bildungsportal zur Förderung der Medienkompetenz und des Lernens mit Medien gebündelt.

Moodle@rlp

Im Rahmen von "Medienkompetenz macht Schule" wurde die landeseigene Online-Lernplattform (Moodle@rlp) aufgebaut, welche neben dem Einsatz im Unterricht auch als zentrale Kommunikations- und Austauschplattform für alle Medienkompetenzschulen dient.

Auf dieser Plattform werden u. a. "virtuelle Unterrichtsräume" zum Lehren, Lernen und zur Kooperation für alle Schulen und Studienseminare zur Verfügung gestellt. Ebenso wird diese Lernplattform in der Fort- und Weiterbildung eingesetzt.

Seit 2012 steht diese Lernplattform allen Schulen zur Verfügung. Jedes Jahr werdem kontinuierlich Lehrkräfte als Schulberaterinnen/Schulberater Moodle ausgebildet.

Eine steigende Nutzung im Bereich der Lehrerfort- und -weiterbildung sowie die gezielte Nutzung in in den unterschiedlichsten Schwerpunkten sorgen für den stetigen Ausbau der Angebote im diesem Bereich.

OMEGA

Der Contentserver "OMEGA" ist ein Onlineportal, das seit 2010 in Kooperation mit der FWU einwickelt wird und den Schulen in Rheinland-Pfalz kostenfreie multimediale Unterrichtsmaterialien und kostenpflichtige Multimediapakete verschlagwortet bereitstellt.

OMEGA wird  einer Serviceleistung für alle Medienzentren (in Trägerschaft der Kommunen und Städte) und damit für alle Schulen in Rheinland-Pfalz ausgebaut. Im ersten Schritt erhielten alle rheinlandpfälzischen Schulen zu Beginn des Schuljahres 2012/2013 einen Zugang.

Pilotprojekte starten und Partner gewinnen

Zahlreiche Partner konnten gewonnen werden, die sich mit unterschiedlichen Angeboten am Landesprogramm beteiligen.

Diese enge Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten soll weitergeführt und insbesondere in Hinblick auf den "MedienKomp@ss" intensiviert werden.

Unsere Partner

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) ist in Rheinland-Pfalz als Kontrollinstanz für den öffentlichen Bereich und als Datenschutzaufsichtsbehörde für die privaten Stellen (Unternehmen) tätig. Als Kooperationspartner des Landesprogramms "Medienkompetenz macht Schule" bietet er seit 2010 Schülerworkshops zum Themenspektrum "Datenverantwortung und Datenschutz" an allen rheinland-pfälzischen Schulen, auch im Grundschulbereich, an. Darüber hinaus liefert der LfDI Methoden und Konzepte für die Behandlung des Themas "Datenschutz" im Unterricht.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz - anbieterunabhängige, überwiegend öffentlich finanzierte, gemeinnützige Organisation. Durchführung von Veranstaltungen an Grund- und weiterführenden Schulen zu den Themen "Gefahren im Internet und bei der Nutzung von Handys und Smartphones" (z.B. Urheberrechtsverletzungen, Recht am eigenen Bild, Kostenfallen...)

Landeszentrale für Medien und Kommunikation - Abteilung 4: Medienkompetenz, Kooperationspartner für vielfältige und zukunftsweisende Medienarbeit in Bildungsinstitutionen. Die LMK ist das "Dach" von klicksafe und m+b.com.

klicksafe.de - Die EU-Initiative für mehr Internetsicherheit im Netz! Praxiskonzepte und Materialien zur Intenetkompetenz und -sicherheit sowie Fortbildungsbausteine für Lehrkräfte und Eltern.

medien + bildung.com - spezialisiert auf Praxisprojekte für Radio, Fernsehen und Multimedia -  langfristige Partnerschaften in Unterricht und Weiterbildung – Angebote u. Unterrichtsmaterialien für Menschen jeden Alters: Kinder, Schüler, Jugendliche, Studierende, Lehrkräfte, Multiplikatoren und Erwachsene.

medienTRIXX-Fortbildungsbausteine und andere Elemente wie die Dschungeltour, Tablet-Projekt etc. können im MedienkomPass anerkannt werden.

Die bei jugendschutz.net angesiedelten medienpädagogischen Angebote chatten-ohne-risiko.net und klick-tipps.net stellen dem MedienkomP@ss Internet-Lehrmodule zum Thema "Sicher surfen und chatten" zur Verfügung.

Medienkompetenznetzwerke in Rheinland-Pfalz - regionale Partner für Medienkompetenz

Die DLGI (Dienstleistungsgesellschaft für Informatik mbH) ist verantwortlich für den Europäischen Computer-Führerschein ECDL.Dieser hat zum Ziel, die digitale Kompetenz zu fördern. Er umfasst grundlegende Computerkenntnisse.

Das FWU (Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) ist das gemeinsame Medieninstitut der Länder der Bundesrepublik Deutschland.

Die Medienkompetenznetzwerke (MKN) der Landesanstalt für Medien und Kommunikation (LMK) weiter stärken

Die Ziele der Medienkompetenznetzwerke sind die Förderung und Weiterentwicklung regionaler Kooperationen (insbesondere auch mit der regionalen Wirtschaft und örtlichen Institutionen) in Netzwerken für Medienkompetenz.

Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Maßnahmen der Medienkompetenzförderung in die Fläche zu tragen; dazu gehört die Einbindung in die Region, das Bedienen verschiedenster Zielgruppen und ein breites Angebot an Förderungsmaßnahmen.Teil dieser Netzwerke sind auch die kommunalen Netzwerke.